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The exterior of a plant is only half of its reality. (Johann Wolfgang von Goethe)

Die Kraft der Mistel

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Weißberige Mistel (Viscum album)

Durch ihre Art zu wachsen, haftet der Mistel seit jeher etwas Magisches an. Sie sitzt als Halbschmarotzer vorwiegend auf Laubbäumen – Unterarten der Weißberigen Mistel sind auch auf Nadelbäumen wie Tannen oder Kiefern zu finden. Überwiegend siedelt sie sich jedoch mithilfe von Vögeln auf Apfelbäumen an, weshalb Misteln auf anderen Baumarten oft eine noch größere sowohl magische als auch heilkräftige Wirkung zugesprochen wird.

Früher wurde aus den Mistelbeeren der sogenannte Vogelleim hergestellt, mit dem in den Alpen Wildvögel gefangen wurden, um sie über den Winter im Haus zu halten und im kommenden Frühjahr wieder freizulassen. Mit der klebrigen Mischung aus den Beeren wurden Äste eingestrichen und die Vögel blieben darauf kleben und konnten so einfach eingefangen werden. Früher zogen sowohl Mensch als auch Tier einen Nutzen aus dieser Gefangenschaft, denn früher war es üblich im Winter mit den Tieren im Haus zusammen zu leben, denn in den Ställen war es für die Tiere oft zu kalt. Daraus ergaben sich jedoch problematische hygienische Zustände, die auch Ungeziefer anzogen. Hier kamen die Vögel ins Spiel, die wiederum dafür verantwortlich waren, das Ungeziefer einzufangen, wodurch sie meist auch genügend zu fressen hatten.

Heute ist diese Praxis nicht mehr notwendig und die Mistel wird aufgrund ihrer wichtigen Inhaltsstoffe sinnvoller in der Medizin eingesetzt. Aus ihr werden beispielsweise spezielle Präparate für die Krebstherapie gewonnen. Innerlich sollte man selbst die Mistel jedoch nicht verwenden, da sie verschiedene Toxine enthält wie Viscotoxine oder Lectine, weshalb bei einer innerlichen Anwendung nur auf fertige Präparate zurückgegriffen werden sollte.

In der Volksmedizin wird die Mistel bei zahlreichen Beschwerden verwendet wie etwa:

  • Bluthochdruck
  • Frauenproblemen
  • Magen-Darm-Probleme
  • Hautgeschwüre und Ekzeme
  • Krampfadern
  • Rheumatische und neuralgische Schmerzen

Für die äußerliche Anwendung lässt sich die im Winter geerntete Mistel als Tee oder Tinktur zum Einreiben verarbeiten.

Die Mistel gehört zu den wichtigsten Räucherpflanzen und genoss besonders bei den Druiden, den Priestern der Kelten, eine hohe Stellung. Sie glaubten, dass die Götter selbst die Samen der Misteln auf die Bäume streuten und war für sich ein Fruchtbarkeitssymbol und Zeichen für immerwährendes Leben.

Besonders wertvoll beim Räuchern gilt der sogenannte Senker, jene Stelle, wo die Mistel in das Holz des Baumes gewachsen ist, aber auch sämtliche anderen Teile der Mistel können getrocknet verräuchert werden. Als Teil von Räuchermischungen wird die Mistel eingesetzt um negative Schwingungen in positive umzuwandeln. Außerdem wirkt die Mistel beruhigend auf das Nervensystem und soll wunderbare Träume bewirken. Die Mistel ordnet und nimmt den Druck von einem, da sie wie eine Tarnkappe wirkt.

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