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The exterior of a plant is only half of its reality. (Johann Wolfgang von Goethe)

Hilfe! Mir ist übel nach dem Verzehr von Bärlauch!

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In letzter Zeit lese ich vermehrt, dass es nach dem Verzehr von Bärlauch zu Übelkeit und Erbrechen kommt, obwohl es sich bei der Pflanze eindeutig um Bärlauch handelt.

Bei diesen Symptomen handelt es sich um eine Unverträglichkeit von vor allem rohen Lauchgewächsen. Diese Reaktionen können auch bei Zwiebeln und anderen kultivierten Lauchgewächsen auftreten. Dabei handelt es sich um eine Überreaktion des Magens auf die Inhaltsstoffe dieser Pflanzenfamilie. Diese Überreaktion kann plötzlich auftreten, ist jedoch dann sehr heftig und kann weitere Folgen wie Migräne haben.

Bei möglichen Verwechslungen keine Zeit verlieren!

Grundsätzlich muss der Bärlauch vor dem Verzehr eindeutig bestimmt werden. Die Erkennungsmerkmale findet ihr in dem Beitrag Bärlauchzeit – Ratezeit?! zusammengefasst.

Bei Unsicherheiten, ob tatsächlich Bärlauch gegessen wurde, sollte keine Zeit verloren und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Kann ich nie wieder Lauchgewächse essen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich sollte davon Abstand genommen werden, Lauchgewächse roh zu verzehren. Das bereitet allerdings bei manchen Zubereitungsarten wie Salaten Schwierigkeiten. In diesem Fall sollten Lauchgewächse kurz in Wasser blanchiert werden, was sie verträglicher macht.

Bei einer auftretenden Unverträglichkeiten ist aber auch dann noch immer Vorsicht geboten!

Achtung: Inhaltsstoffe in Wildpflanzen konzentrierter!

Wildpflanzen haben im Vergleich zu Kulturpflanzen oft eine höhere Wirkstoffkonzentration. Beim Verzehr sollte daher darauf geachtet werden, dass der Körper nicht mit der vollen grünen Power überfordert ist. Es mag zwar verlockend sein, in den Bärlauch einzutauchen, weil er nur eine begrenzte Zeit Saison hat, wer allerdings große Mengen Wildpflanzen nicht gewohnt ist, sollte sich langsam heranwagen.

Gekauften Bärlauch ebenfalls kontrollieren!

Nur weil Bärlauch im Supermarkt gekauft wurde, bedeutet dies nicht, dass Kunden auf der sicheren Seite sind. Nahezu jedes Jahr muss ein Lebensmittelhersteller seinen Bärlauch zurückrufen, weil Verunreinigungen durch Giftpflanzen festgestellt wurde.

Auch 2019 kam es zu einem Rückruf von einem Großhändler aus der Schweiz.

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Thema von Anders Norén